Gerichtsurteil Köln: Urhebernennung soll nun direkt im Bild erfolgen

Am 30. Januar 2014 hat das Landgericht Köln ein neues Urteil zur Nutzung von kostenlosen Bildern erlassen (hier als PDF zum download).

Es betrifft die Pflicht zur Namensnennung und die Entschädigung für den betroffenen Fotografen. Verteidiger Plutte (http://www.ra-plutte.de/2014/02/lg-koeln-pixelio-bilder-muessen-urhebervermerk-in-bild-url-auffuehren/) meinte das Urteil wäre ein „Drama“ für „zigtausende Webseitenbetreiber“.

Ausschlaggebend war ein kostenloses Bild, das von pixelio.de stammte, einer Plattform für kostenloses Bildmaterial. In diesem Fall hatte der Beklagte den Fotografen und die Plattform am Ende des Textes als Urheber und Quelle genannt Außerdem hatte das Gericht bemängelt, dass der Urheber nur auf der eigentlichen Seite genannt wurde, jedoch nicht auf der Übersichtseite, von der aus man zu der eigentlichen Unterseite gelangte. Auch war der Urheber nicht genannt, wenn man das Bild direkt vom Server aufrief.

Pixelio ist hierfür nicht zu belangen. Sie weisen in einer Stellungnahme (http://www.pixelio.de/static/stellungnahme) darauf hin, dass sie nun die Lizenzbedingungen deutlicher formulieren und sich außerdem an der Berufung beteiligen würden.

Wer muss nun handeln?

Nach der neuen Rechtsprechung müsste der Urheber nun immer genannt werde, egal wie das Bild aufgerufen wird, so auch in einem Inhaltsverzeichnis, einer Artikelübersicht oder ähnlichem. Immer wenn das Bild sichtbar ist, hat der Urheber das Recht genannt zu werden. Soweit ist das technisch noch machbar.

Nun sagt das Urteil aber auch, dass der Urheber auch dann genannt werden muss, wenn man das Bild direkt über die URL (also als .JPG-Datei) im Browser abruft. Hier ist es aber nicht möglich, das Bild durch einen Text zu ergänzen. Alternativ müsste man den Urheber auf dem Bild selbst nennen oder den direkten Zugriff auf das Bild verhindern.

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