Tipps für Reisefotografen

Tipps für Reisefotografen

Titelbild: Foto-Location „Wasserschloss Glücksburg“ von Mapser vklau

Von einer Reise oder einem Urlaub bleiben meist Erinnerungen, die oft ein Leben lang anhalten oder gar für das Leben prägen. Bringt man von diesen Reisen Fotos mit, so kann man die Erlebnisse mit der Familie und Freunden teilen. Damit die Fotos einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sollten sie so gut wie nur möglich sein. Folgende Tipps zur Reisefotografie können dabei helfen.

Die Suche nach einem Ziel

Zuallererst ist es notwendig, sich ein Ziel auszusuchen, das tolle und abwechslungsreiche Fotomotive bietet. Entweder hat man schon eine Idee, wohin man gerne einmal reisen möchte, man suchst nach einem Ziel, das mit einem gewissen Budget erreicht werden kann, oder man holt sich erst einmal neue Ideen in Katalogen, Prospekten oder dem Internet.

Sobald ein Ziel in die nähere Auswahl kommt, solltest man in Erfahrung bringen, welche Fotomotive der Ort bietet. Hierfür eignen sich beispielsweise Google Earth und die darin enthaltenen Galerien. Hier können Symbole von 17 verschiedenen Anbietern auf der Karte angezeigt werden. Bei einem Klick auf eines der Symbole werden die Bilder angezeigt, die von dort aus geschossen wurden. So erfährt man einfach und schnell, welche Fotomotive es gibt und wie diese aussehen.

Einige dieser Motive gibt es vielleicht nur zu einer Jahreszeit oder gar nur an einem bestimmten Tag. Das sollte dann bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Natürlich existieren meist noch viele, viele weitere Locations, die entweder noch keiner veröffentlicht hat oder die vielleicht noch gar nicht als Fotomotive entdeckt wurden. Aber diese findet man meist erst dann wenn man direkt davor steht.

Über die voraussichtlichen Kosten der Reise zum gewählten Ort kann man sich recht einfach über verschiedene Anbieter informieren. So bekommt man schon einen Eindruck davon, in welchen Jahreszeiten die Reise am kostengünstigsten ist.

Oft hilft es, sich auf der Suche nach tollen Motiven mit Einheimischen zu unterhalten. Diese kennen oft Orte, welche nicht in Reiseführern stehen. So gelangt man oft an Orte, die vielleicht noch kein Tourist vorher erkunden konnte.

Lichteinfall, Wetter und Blickwinkel

Oft sind es aber auch unscheinbare Plätze, die erst bei einem bestimmten Lichteinfall oder abhängig vom Wetter zu einem unvergesslichen Fotomotiv werden. Beliebt ist grundsätzlich die „goldene Stunde“, wenn die Sonne kurz nach dem Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang tief steht und das Motiv in ein warmes Licht taucht. Aber auch Regen oder Nebel können einen Ort erst zu einer tollen Fotolocation werden lassen.
Dabei ist es aber auch wichtig, immer genug Zeit einzuplanen, um das perfekte Foto zu schießen. Manchmal ist es nötig, den Ort erst etwas zu erkunden oder vielleicht sogar, einen Berg zu erklimmen, um die beste Aussicht zu erhalten.

Die Ausrüstung

Grundsätzlich sollte man natürlich kurz vor der Reise noch einmal überprüfen, ob man auch alles eingepackt hat, was man benötigt, denn vergessene Ausrüstung ist nicht an jedem Ort einfach nachzukaufen. Zur benötigten Ausrüstung gehören vor allem Akkus, Objektive, Linsen und eine leichte und stabile Tasche. Am besten man hat sich im Vorfeld schon nach und nach eine Liste geschrieben, die man nun abarbeiten kann. So ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten, etwas zu vergessen.

Um auch Bilder mit längerer Belichtungszeit nicht zu verwackeln, sollte man auf Reisen immer ein Stativ bzw. Tripod mitnehmen. Damit sind auch Bilder mit Selbstauslöser möglich. Nachdem Stative heutzutage nicht mehr viel wiegen müssen und oft auf eine handliche Größe zusammenklappbar sind, passen sie auch ohne Probleme in fast jedes Gepäck. Noch kleiner und damit leichter zu transportieren sind allerdings Gorilla-Tripods. Mit diesen kann die Kamera nicht nur aufgestellt, sondern auch fast überall einfach angebracht werden.

Wer am Zielort allerdings viel unterwegs sein wird, sollte vor allem darauf achten, nicht zu viel schweres Gepäck zu haben. Natürlich ist es möglich, erst einmal so viel Ausrüstung wie möglich mitzunehmen. Jedoch sollten alle Teile, die man nicht unbedingt braucht, spätestens in der Unterkunft aus der Tasche genommen werden. Immerhin kommt es häufig vor, dass man auf der Suche nach einer Location oder Perspektive einmal doch weiter laufen muss als erwartet.

In einer guten Kameratasche finden neben der Kamera selbst auch Objektive, Linsen, Batterien bzw. Akkus, Memory Cards, Handy und Laptop Platz. Man sollte allerdings auch Essen und Trinken nicht vergessen. Natürlich ist es aber möglich auch zwei separate Taschen mitzunehmen. Besonders an etwas unsichereren Orten der Welt sollte eine Kameratasche nicht sofort als eine solche erkennbar sein, um Diebe nicht unnötig anzulocken.

Sicheres Speichern

Gerade auf Reisen kann es passieren, dass eine Memory Card verloren geht oder beschädigt wird. Oder dass im schlimmsten Fall die Ausrüstung gestohlen wird. Doch gerade im Urlaub ist es besonders ärgerlich, wenn die Bilder nicht mehr zurückzuholen sind. Deshalb sollte man die Bilder regelmäßig sichern. Dies kann beispielsweise auf einem Laptop, einer externen Festplatte oder in einer Cloud geschehen.

Bei einer Cloud sollte man jedoch immer eine gewisse Vorsicht walten lassen und keine kritischen oder sehr privaten Daten abspeichern. Am besten ist es natürlich, am Zielort gibt es einen guten Internetzugang und man hat eine privates und vor allem gesicherte System zu Hause stehen, auf das man über das Internet zugreifen kann. Dort sind die Bilder wohl am besten aufgehoben.

Die Welt an den Fotos, Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben lassen

Um die Bilder schon von unterwegs aus Freunden und der Familie zu zeigen und sie somit an der Reise etwas teilhaben zu lassen, kann man die Bilder auf einem Fotoblog oder der eigenen Webseite veröffentlichen. Dabei kann es sich um einen Reisebericht mit Bildern handeln oder um eine Galerie, auf die andere zugreifen können. Ist das nähere Umfeld von den Bildern begeistert, so ist es durchaus möglich, dass auch andere Personen von der Seite erfahren und die Bilder möglicherweise sogar in einem Magazin veröffentlicht werden.

Um die Bilder für so viele Menschen wie möglich zu veröffentlichen, bietet sich eine Online-Community an. Davon gibt es viele verschiedene Arten. Eine Möglichkeit ist FotoMaps. Hier kannst Du tolle Locations mit anderen teilen und gleichzeitig Deine Bilder präsentieren!