Die Wahl der Qual einer richtigen Spiegelreflex-Kamera – Vollformat oder Crop?

Hauptsächlich sind dabei vor allem die technischen Merkmale sowie der Preis entscheidend. Ob es eine Canon oder eine Nikon sein sollte, liegt meistens in der persönlichen Natur des Fotografen. Beide Hersteller sind gut und tendenziell macht man weder mit einer Canon noch mit einer Nikon einen Fehler bei der Auswahl.

Entscheidet man sich für eine Canon EOS 5D oder doch eher für eine Canon EOS 50D / EOS7D? Der Unterschied ist abgesehen vom Preis schnell erklärt: Sogenannte Crop-Kameras (engl. Beschnitt => kleinerer Sensor) wie 40D, 50D, 450D, 500D, 7D besitzen keinen Vollformatchip. Dagegen sind die Modelle Canon EOS 5D und EOS 5D Mark II mit einem Vollformatsensor ausgestattet.

Für Aufnahmen mit extremer Auflösung sind daher Vollformatkameras wie z.B. die 5D MKII sehr gut geeignet. Ob Fotos mit geringer Tiefenschärfe oder Weitwinkelfotos, die Canon EOS 5D MKII ist ideal für solche Anforderungen. Auch bei schlechten Lichtverhälnissen erfüllt diese Canon jegliche Ansprüche zur vollsten Zufriedenheit.

Bis auf vereinzelte Ausnahmen besitzen Cropkameras generell höhere Frequenzen, womit sich logischerweise mehr Bilder pro Sekunde schiessen lassen. Daher eignet sich die Canon EOS 50 D als auch die 7D bzw. 500 D sehr gut für Sportfotografie oder Tierfotografie. Ebenfalls sind gute Aufnahmen mit einem Teleobjektiv möglich.

Cropkameras im Gegensatz zu Vollformatkameras schneiden vor allem im Lowlight-Situationen schlechter ab. Ob bei Festen, in einer Kirche oder bei Fotos in der Nacht – eine Cropkamera eignet sich für solche Ansprüche nicht so gut wie eine Vollformat.
Das liegt hauptsächlich daran, dass das Rauschen bei großer Auflösung und wegen dem kleinen Chip stärker ist, als bei einer Vollformatkamera.

Der Ursprung dieser Tatsache findet sich bei den Herstellern wieder. Diese bringen auf den kleineren Cropsensoren viel mehr Pixel unter und somit wird das Rauschverhalten um einiges schlechter. Aufgrund von höherer Licht-Empfindlichkeit (höhere ISO-Werte) spricht man dann von einem digitalem Rauschen.

Die modernen Vollformatkameras von Nikon, Canon als auch anderen Herstellern haben mit ISO Bereichen um die ISO 800 keine großen Probleme. Mit solchen Kameras sind Portraitaufnahmen mit ISO 800 ohne Probleme möglich, ohne dass das Bild zu verrauscht oder zu weich wird.

Hochzeitsfotografen schwören in diesem Fall auf die aktuellen Nikon SLR’s (Spiegelreflex). Diese besitzen gerade in höheren IOS Bereichen eine sehr gute Bildqualität und sind nach Ansicht vieler Hochzeitsfotografen derzeit das Non Plus Ultra auf dem Fotomarkt.

Doch auch hochwertige Canon-Spiegelreflexkameras wie die EOS 1Ds Mark III oder die EOS 5D Mark II brauchen sich hier nicht verstecken und können gut mithalten.

Manche Profis legen sich im Regelfall sowieso von beiden Herstellern jeweils einen Kamerabody zu, um für jegliche Anforderung bestens gewappnet zu sein. Was die Bildqualität anbelangt, sind die passenden Objektive bei weitem wichtiger als der Body selber. Gerade die Objektive für die 5D Mark II sollen von exzellenter Qualität sein.

Last but not least kann man jedoch getrost sagen: Nicht die Kamera ist entscheidend, sondern der Fotograf selber. Schließlich reden wir hier mehr oder weniger von Nuancen im Fotobereich, die für den einen absolut entscheidend sind, für den anderen aber eher sekundär. Wer Ahnung von der Fototechnik hat, bekommt mit jeder Kamera ganz gleich ob Canon oder Nikon, ein gutes Bild hin. Und darauf sollte auch das Augenmerk gelegt werden: Nicht auf die beste und neueste Kamera, sondern auf schöne und gelungene Aufnahmen.